emlichheimEin Kraftakt war es, den die Fans der Blauen Wand da nach dem Spiel des RC Sorpesee gegen die Gäste aus Emlichheim zu verrichten hatten. Nach 13:10 Führung in Satz 5 und vergebenem Matchball besiegelte ein vieldiskutierter letzter Angriff über die Außenposition das Schicksal der jungen Sauerländer Truppe beim 14:16 und der 2:3 Niederlage gegen die SCU Emlichheim. Sportlich abgestiegen zeigten die Fans der Gastgeberinnen aber nach einem kurzen Schockmoment, wozu sie auch in der Stunde der sportlichen Niederlage im Stande sind. Sie fingen das Team auf, applaudierten trotz Frust für ihre Mannschaft, die kämpferisch alles in die Waagschale geworfen hatte.
Das Spiel in der wieder einmal picke packe vollen Halle des Schulzentrums Sundern begann dabei aber keineswegs nach dem Geschmack der Gastgeberinnen. Der SCU, der mit der wiedergenesenen und glänzend aufgelegten Pia Timmer einen zusätzlichen Joker auf dem Feld hatte, spielte bombensicher und in Person von Jolanta Kelner zudem extrem cleveren Volleyball. Das Tempo über die Mitte vor allem in Person von US Amerikanerin Evann Slaughter war für den RCS Mittelblock zu hoch und die Annahme hatte Probleme sich an die scharfen Aufschläge der Gäste zu gewöhnen. Zudem fanden die Angriffe der Gastgeberinnen zu selten ihr Ziel und folgerichtig bekam der RCS kein Bein auf den Boden. Beim 15:25 feierten somit zunächst die zahlreichen SCU Anhänger ihr Team und einen starken Auftaktsatz in der Ferne.
Beim Seitenwechsel aber waren die Mienen der RCS Akteurinnen schon wieder etwas klarer und spätestens zur 5:1 Führung waren auch die Gastgeberinnen vollends im Spiel angekommen. Was in den folgenden Spielminuten im Schulzentrum Sundern unter dieser Anspannung auf das Feld gezaubert wurde, verdient auch in der Nachbetrachtung noch das Prädikat außergewöhnlich. Der RCS erhöhte den Druck im Aufschlag und fand immer mehr zu seinem temporeichen und variablen Angriffsspiel. Über 15:9 setzte sich das Team entscheidend ab und bekam die starken SCU Angreiferinnen immer besser in den Griff. Als dann auch noch die Aufschlagtaktik immer besser eingehalten wurde, geriet Satz 2 zu einer Demonstration der Stärke und beim 25:9 zum deutlichsten Satzerfolg in der Bundesligageschichte des RCS. Damit aber nicht genug, transportierte man doch den Schwung des zweiten. Durchgangs kurzerhand in den dritten Satz. Bis zum 20:8 wirbelten die wie entfesselnd spielenden Gastgeberinnen die ebenfalls erbittert kämpfenden SCU Akteurinnen sehr gehörig durcheinander.
Anstatt den Satz jedoch mit viel Spannung und cleveren Punkten zu Ende zu spielen verloren die Gastgeberinnen gegen Ende des Durchgangs den Faden. Emlichheim witterte seine Chance, erhöhte den Druck und sicherte sich Punkt für Punkt. Zum Satzgewinn sollte es freilich nicht mehr reichen, bis zum 25:19 aber hatten die Gastgeberinnen vom Sorpesee aber dann doch einige Nerven gelassen, die sie für das Finale des Spiels liebend gerne gespart hätten. In Satz 4 war die Verunsicherung des RCS dann nicht mehr zu übersehen. Den Sieg vor Augen war die Leichtigkeit der Sätze 2 und 3 verloren und man haderte plötzlich mit jedem Fehler und jeder misslungenen Aktion. Ein Umstand, der sich schnell auch in Punkten auf der Anzeigetafel im Schulzentrum Sundern niederschlug. Über 11:13 und 13:18 setzte sich der SCU ab und war beim 25:18 nicht vom Satzausgleich abzubringen. Nach anderthalb Stunden Spielzeit also alles auf Null und die Entscheidung im Tie Break.
In diesem Entscheidungssatz schien zunächst der RCS die besseren Karten in der Hand zu halten. Über 5:2 setzte sich das Team auf 8:2 ab und nahm einen schönen Vorsprung mit auf den letzten Seitenwechsel des Tages. Dass das Transportieren von Vorsprüngen aber nicht zur großen Stärke der Sauerländerinnen gehört, wurde schon bis zum 9:7 aus RCS Sicht offenbar. Mit starkem Fight aber kämpfte das Team sich zurück und hatte beim 13:9 den Sieg zum Greifen nah. Die Moral der Emlichheimerinnen um ihr taktisch exzellentes Trainerteam war aber ungebrochen. Zwei unglückliche Aktionen später war das Spiel beim 13:13 wieder ausgeglichen und sah in der Folge doch den ersten Matchball für die Gastgeberinnen. Die Halle stand Kopf, keinen der Zuschauer hielt es mehr auf seinen Sitzen. Es wirkte als wolle die Kulisse den letzten Punkt herbeibrüllen. Doch trotz aller Unterstützung landeten die letzten drei Punkte in einem Spiel, dass keine Verliererinnen verdient hatte, auf dem Konto der Gäste.
Für den RCS aktiv: Henrike Axt, Lara Drölle, Anna Hansknecht, Michelle Henkies, Leonie Hoffmann, Laura Kemper, Amy Knight, Kirsten Platte, Katharina Schulte-Schmale, Kim Spreyer, Lena Vedder, Vanessa Vornweg, Scout Franziska Finke, Physio Anne Schmitz, Co-Trainer Linus Tepe und Trainer Julian Schallow.

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